Web 2.0
Kurze Erklärung eines modischen Schlagwortes
"Web 2.0" ist der Sammelbegriff für all jene Eigenschaften, die einen bestimmten Typ moderner Websites von anderen Websites unterscheidet, die es auch schon in der "ersten Generation des Internets" gab. Entliehen ist diese numerische Bezeichnungsart der Softwarebranche, wo eine höhere, ganze Zahl einen Versionssprung definiert. Diesen Versionssprung des Internets diagnostizierte der Verlagschef und Internetexperte Tim O'Reilly im Jahr 2005 erstmals prominent.
Woran erkennt man Web 2.0
Zwei Kriterien entscheiden über die Zuordnung:
Der "Geist" der Websites: Web 2.0-Websites sind davon geprägt, dass deren Inhalte von der Gemeinschaft der Websitebenutzer (der Community) selbst geschaffen, kommentiert, bewertet und weitergetragen werden. Texte, Fotos, Filme, Musik - die Community veröffentlicht ihre Produktionen und tauscht sich untereinander aus. Beispiele sind so bekannte Communities wie youtube, flickr, wikipedia. Möglich wurde der Erfolg dieser Websites erst durch hohe Bandbreiten wie DSL und Flatrate-Tarife.
Die eingesetzte Technik: Um den beschriebenen regen Austausch der Communities zu fördern, dachten sich die Entwickler immer ausgefeiltere Methoden aus, die die einfache Teilhabe und aktive Mitgestaltung von privaten Nutzern ohne besondere technische Kenntnisse an Community-Websites ermöglichten. Dazu gehören u.a. Blog- und Wikisoftware, die Technologien Podcasting, RSS, Tagging und Tagclouds. Einige Programmiersprachen wie u.a. Ajax oder das Framework "Ruby on Rails" stehen auch für "Web 2.0", weil sie bei der Herstellung oben beschriebener Websites eingesetzt werden.
Web 2.0 für Ihr Unternehmen
Da "Web 2.0" in erster Linie mit Communitysites in Verbindung steht, muss man sich als Unternehmen ernsthaft fragen: Ist Web 2.0 dann für meine Firmenwebsite überhaupt wichtig?
Wir sagen ja - aus zwei Gründen. Einerseits könnte es für Sie nützlich sein, einer Web 2.0 Community Raum zu geben - um Konsumenten an Ihre Marke zu binden. Ein größeres Projekt, wenn dieses Vorhaben gelingen soll - sinnvoll und einleuchtend zunächst einmal für größere Markenartikler. » mehr Infos
Auf andere Weise macht das Thema Web 2.0 für kleinere Unternehmen Sinn. Zum Beispiel, in dem Sie selbst Fachthemenblogs verfassen und sich aktiv in die Bloggercommunity einbringen. Sie beweisen Ihre Kompetenz, werden als Experte herangezogen und können darüber Aufträge gewinnen. Natürlich macht es auch Sinn, Web 2.0 Technologien dafür einzusetzen, Ihre Website besonders benutzerfreundlich und interessant zu gestalten und Ihren Websitebesuchern zu ermöglichen, Ihre Inhalte zeitgemäß zu konsumieren.
Nicht zuletzt eignen sich alle Web 2.0 Techniken, die Online-Communities nutzen, ebenso hervorragend für den Informations- und Wissensaustausch Ihrer Mitarbeiter im internen Unternehmensnetz.