Verbreitung der Open Source
In Deutschland setzten im Jahr 2002 43,7% Prozent der Betriebe Open Source Software (OSS) zumindest in Teilbereichen ein oder gaben an, es für folgendes Jahr zu planen. Die genauere Analyse zeigt einen Unterschied zwischen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern und Unternehmen und öffentliche Institutionen mit über 100 Mitarbeitern.
Nutzungsarten
Die häufigste Nutzungsart von Open Source ist ihr Einsatz als Server-Betriebssystem. Hier besteht kaum ein Unterschied zwischen den Unternehmensgrößen: 30,7% der kleineren, 30,6% der größeren Unternehmen und öffentlichen Institutionen setzten Open Source Software (meist Linux) auf Servern ein oder gaben an, die Installation für das nächste Jahr zu planen.
An zweiter Stelle folgt die Nutzung von OSS als Datenbank (14,1% der kleineren, 20,8% der größeren Unternehmen).
Die Nutzung von Open Source im Zusammenhang mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites steht an dritter Stelle - mit 15,8% der kleineren, 17,3% der größeren Unternehmen.
An vierter Position rangiert der Gebrauch auf dem Desktop: 13,7% der Unternehmen mit unter 100, 6,5% der Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern.
Quellenangabe
Diese Ergebnisse stammen aus der Studie " Evidence from Germany, Sweden and UK. Use of Open Source Software in Firms and Public Institutions". Sie wurde von Juni 2001 bis Juni 2002 im Rahmen eines von der EU finanzierten Forschungsprojektes von "Berlecon Research" und dem "International Institute of Infonomics at the University of Maastricht" durchgeführt. Die ausführlichen Ergebnisse stehen auf der Website von Berlecon zur Verfügung.